Verantwortungsvoll wirtschaften

Wirtschaften bedeutet Verantwortung gegenüber der Gesellschaft zu übernehmen. Dies gilt insbesondere für den Umgang mit Mitarbeitern und Kollegen, Geschäftspartnern und Verbrauchern. Verantwortungsbewusstes Handeln ist gelebtes Prinzip aller Unternehmen und Mitarbeiter entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Anbau bis zum Verkauf.

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung – schon in den Anbauländern
Die Abnehmer von Rohtabak, d.h. Großhändler und Hersteller, fördern nachhaltige Anbaumethoden insbesondere in den tabakproduzierenden Entwicklungs- und Schwellenländern. Der Fokus hierbei liegt auf der Förderung von umwelt- und ressourcenschonenden Anbaubedingungen. Es werden beispielweise Wiederaufforstungsinitiativen unterstützt, damit das zur Tabaktrocknung häufig verwendete Holz von den Landwirten aus nachhaltigen Quellen bezogen werden kann. Zum anderen liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Bekämpfung von Kinderarbeit und anderen ausbeuterischen Praktiken im Anbau. In diesem Kontext haben beispielsweise mehrere große Hersteller, Rohtabakhändler, die Internationale Vereinigung der Tabakpflanzer (ITGA) und die Internationale Vereinigung der Landwirtschaftsarbeiter-Gewerkschaften (IUL) im Jahre 2001 gemeinsam die Eliminating Child Labour in Tobacco Growing Foundation (ECLT) gegründet.

Jugendschutz als oberstes Gebot
In der Kommunikation mit den Konsumenten ihrer Produkte stellen die Unternehmen der deutschen Tabakwirtschaft sicher, dass ausschließlich Erwachsene angesprochen werden, die eine informierte Entscheidung über den Konsum von Tabakprodukten treffen können. Firmeninterne Marketingstandards und weitere freiwillige Selbstbeschränkungen wie der Werbekodex der Mitgliedsunternehmen des Deutschen Zigarettenverbands (DZV) gehen über die strengen gesetzlichen Vorgaben hinaus und gewährleisten, dass die Risiken des Rauchens nicht verharmlost werden und Kinder und Jugendliche nicht die Zielgruppe für Tabakwerbung sind. So werden beispielsweise in der Werbung keine Bilder oder Darstellungen verwendet, die für Minderjährige reizvoll sein könnten, und keine prominenten Vorbilder eingesetzt. Es wird zudem keine Außenwerbung im näheren Umfeld von Schulen und Jugendzentren geschaltet und Werbematerialien mit Warnhinweisen versehen.

Die deutsche Tabakwirtschaft unterstützt vorbehaltslos die geltenden Bestimmungen des Jugendschutzes und fördert deren konsequente Durchsetzung. Tabakwaren dürfen weder an Kinder und Jugendliche verkauft, noch darf ihnen das Rauchen in der Öffentlichkeit gestattet werden (§ 10 Jugendschutzgesetz). Sämtliche Verkaufsstellen des Handels haben sich verpflichtet, diese gesetzliche Vorschrift - gegebenenfalls durch Altersüberprüfung - strikt einzuhalten. Zigarettenautomaten sind zu diesem Zweck mit technischen Vorkehrungen zur elektronischen Altersverifikation ausgerüstet, wofür die Automatenaufsteller bisher etwa 350. Mio. Euro investiert haben. Der Tabakwarenhandel unterstützt darüber hinaus die Initiative „Jugendschutz: Wir halten uns dran!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, mit der in bewusst positiver Ansprache die Bedeutung der jugendschutzrechtlichen Ge- und Verbote in der Öffentlichkeit gestärkt wird.

Prinzipien der Interessenvertretung
Wir vertreten die legitimen Interessen der Unternehmen der deutschen Tabakwirtschaft gegenüber Politik, Behörden, Medien und Öffentlichkeit. Dabei tauschen wir Informationen aus und gleichen unterschiedliche Auffassungen und Situationsanalysen ab – erst auf dieser Grundlage ist es Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung möglich, abgewogene Sachentscheidungen zu treffen. Bei der Interessensvertretung fühlen wir uns den Grundsätzen der Transparenz des Handelns, der Redlichkeit der Mittel und Wahrhaftigkeit der vermittelten Informationen verpflichtet.

Links:

Die gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen im Überblick

Der Werbekodex des Deutschen Zigarettenverbandes

Die Eliminating Child Labour in Tobacco Growing Foundation (ECLT)