Rückverfolgung von Tabakprodukten

Zur besseren Absicherung des EU-Binnenmarktes sieht die Tabakproduktrichtlinie eine lückenlose Nachverfolgbarkeit der Produkte entlang der Lieferkette vor. Dazu ist die Nutzung von Sicherheitsmerkmalen zur Fälschungsbekämpfung verpflichtend. Mit der Vorgabe, jede einzelne Packung nachverfolgen zu können, ist ein großer administrativer und technischer Aufwand  verbunden. Dies gilt insbesondere für die vielen mittelständischen Lieferkettenteilnehmer im Groß- und Einzelhandel. Ziel muss es sein, hier Kosteneffizienz mit maximaler Effektivität zu erreichen. Denn es muss es auch in Zukunft möglich sein, dass Marktteilnehmer die für ihren Betrieb passendsten Technologielösungen aus einem wettbewerbsorientierten Zuliefererumfeld wählen können. Eine einheitliche Informationsverarbeitung kann hierbei ohne weiteres durch die Nutzung von international genormter und offener Standards gewährleistet werden. Die Telekommunikationsindustrie hat im Bereich internationaler Vernetzung eindrücklich bewiesen, dass dies funktioniert. Monopolistische Technologieansätze führen hingegen unweigerlich zu immensen Kosten und technologischem Stillstand. Und damit zum Misserfolg bei der Eindämmung des Illegalen Handels.