Die Zigarette

Die industrielle Herstellung von Zigaretten erfolgt von der Anlieferung des Rohtabaks bis zum fertigen, verpackten Endprodukt in drei Schritten. In mehreren Verarbeitungsstufen erfolgt zunächst die Veredelung des Rohtabaks zu einer jeweils markentypischen Tabakmischung. Diese gelangt anschließend über Rohrleitungen zum eigentlichen Herzstück der Fabrik, den Zigarettenmaschinen. Von einer Rolle Zigarettenpapier läuft ein bis zu 7.000 Meter langer Streifen, der die Tabakmischung umschließt. Mithilfe von Maschinen wird diese Endloszigarette – der sogenannte Strang – in kurze Stücke geschnitten. An beiden Enden werden Filter eingesetzt und mit dem Mundstückpapier ummantelt. Nach einer Teilung und abschließenden Qualitätskontrollen ist die Zigarette bereit zum Verpacken. Moderne Produktionsmaschinen können so bis zu 20.000 Zigaretten pro Minute fertigen.

Im letzten Schritt portioniert eine Packmaschine die Zigaretten und verpackt sie in Schachteln, auf die automatisch eine Steuerbanderole aufgeklebt wird. Im Regelfall ist die Packmaschine direkt an die Zigarettenmaschine gekoppelt. Abschließend werden je zehn Schachteln in so genannte Stangen abgepackt bzw. eingewickelt und in einem Umkarton für den Versand an den Handel bereit gemacht.

In größeren Werken werden in Deutschland täglich bis zu 200 Mio. Zigaretten hergestellt. Ein Großteil hiervon geht in den Export in andere Länder. In 2013 produzierten deutsche Fabriken zusammen fast 182 Mrd. Zigaretten, mehr als zwei Drittel hiervon (138 Mrd.) wurde exportiert. Hauptausfuhrländer für Zigaretten „Made in Germany“ sind hierbei die anderen EU-Staaten, in die rund 83 Mrd. Stück geliefert wurden.